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Vorstellung des Rechtsgutachtens – Ankündigungen in der Presse

Nach den Informationsveranstaltungen der Wuppertaler Stadtwerke über die Planungen, eine Seilbahn in der Wuppertaler Südstadt zu bauen, haben Wuppertaler Privatpersonen ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die bisherige Berichterstattung zur Ankündigung des Gutachtens in der lokalen Presse:

Zunächst hat die „Westdeutsche Zeitung“ Wuppertal über das Rechtsgutachten berichtet. Auf der Titelseite der Ausgabe vom 20. Januar wies der kurze  Artikel „Seilbahngegner kündigen Rechtsgutachten an“ auf einen weiteren Bericht im Innenteil hin. Dieser nahm wiederum beinahe die gesamte Titelseite des Lokalteils ein. In „Stoppt Rechtsgutachten die Seilbahn?“ Wird ausführlich über die Ausgangslage des Gutachtens berichtet. Neben einer Info-Box über die Seilbahnpläne wurde die Seite durch den Kommentar „Seilbahn am dünnen Faden“ komplettiert.
Der gleiche Artikel ist auch auf der Website des Solinger Tageblatts mit der Überschrift „Gutachten könnte Seilbahn stoppen“ zu finden

In der vergangenen Woche berichtete auch die „Cronenberger Woche“ kurz über dieses Thema. Im Artikel „Seilbahn: Gegner stellen Gutachten vor“ wird das Rechtsgutachten angekündigt.

Auch Radio Wuppertal berichtete heute (Donnerstag, 11. Februar 2016) in den Lokalnachrichten zur vollen und halben Stunde über die Veröffentlichung. Diese Meldung wurde auch auf der Website des Radiosenders veröffentlicht.

Das Rechtsgutachten wurde heute der Wuppertaler Lokalpresse im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. Einzelheiten daraus werden wir in kürze an dieser Stelle veröffentlichen.

Weitere aktuelle Pressemeldungen, Artikel und Leserbriefe rund um das Thema Seilbahn in Wuppertal finden Sie weiterhin in unserem Pressespiegel.

Pressemitteilung 27.10.2015

Pressemitteilung zu „Stellungnahme zum Seilbahnstreit in Wuppertal und zu falschen Zitaten der Bürgerinitiative seilbahnfreies Wuppertal“ von Professor Dr. Monheim

Die Bürgerinitiative Seilbahnfreies Wuppertal e.V. wehrt sich entschieden gegen die Vorwürfe von Herrn Monheim, wir würden Zitate aus dem Zusammenhang reißen und falsch wiedergeben.

Die von uns verwendeten Zitate von Herrn Monheim sind korrekt mit Quellenangabe belegt und für jeden nachvollziehbar. Er schreibt dazu in seiner aktuellen Stellungnahme: “Meine aus einem Artikel im Stern entnommene Kritik bezog sich ausschließlich auf Trassierungsdetails und den dadurch provozierten Widerstand der Bürgerinitiative.“ Diese Trassierungsdetails, nämlich ob man ein System im urbanen Verkehrsraum realisiert, oder wie in Wuppertal geplant überwiegend Privatgrundstücke überfliegt, sind naturgemäß für die Bürger nicht „Details“, sondern von ausschlaggebender Wichtigkeit. Wir würden von Herrn Monheim erwarten, daß er zu seiner diesbezüglich auch andernorts öffentlich geäußerten Kritik am Wuppertaler Trassenverlauf und den in seinem Buch „Urbane Seilbahnen“ gegebenen Handlungsempfehlungen weiterhin steht, die bisher in Wuppertal nicht wirklich beachtet werden.

Darüber hinaus wurde Herr Monheim auch von unserer Seite selbstverständlich nie als Seilbahngegner dargestellt.

Über diese Kritik am Wuppertaler Projekt, aber auch über die Gesamtheit seiner Thesen zur „urbanen Seilbahn“ verweigern nicht wir die Diskussion. Wir haben bspw. im WZ-Online Forum die WZ dazu aufgefordert ein Expertenpanel öffentlich stattfinden zu lassen. Außerdem haben wir den Wuppertaler Stadtwerken mehrfach angeboten, gemeinsam eine Arbeitsgruppe zu gründen. Dies wurde bisher abgelehnt. Die WSW wollen nach eigener Aussage die Seilbahn entweder so wie jetzt geplant, oder eben gar nicht bauen. Seit Monaten gibt es von den WSW nur eine rudimentäre Vorstudie zur technischen Machbarkeit. Jede weitergehende Frage wird dem Bürger nicht beantwortet.

Seilbahnfreies-Wuppertal schließt sich der Aufforderung von Herrn Monheim an, zu einem konstruktiven Diskurs zu finden. Deshalb laden wir Herrn Monheim gerne zu einer Diskussion ein, um eine ganzheitliche Betrachtung der Seilbahn in Wuppertal durchzuführen.

Vorstand Seilbahnfreies Wuppertal e.V.

Podiumsdiskussion mit CDU, WSW und Seilbahnfreies Wuppertal

Die Wuppertaler CDU Fraktion hat die Stadtwerke und den Verein Seilbahnfreies Wuppertal e.V. zu einer öffentlichen Fraktionssitzung eingeladen. Zwei Mitglieder der CDU, Frau Schnake (Projektleiterin Seilbahn2025), Herr Jäger (Geschäftsführer WSW mobil), Prof. Dr. Gennat (Mitglied des Vereins) und Antonino Zeidler (1. Vorsitzender des Vereins) werden bei einer Podiumsdiskussion über die geplante Wuppertaler Seilbahn sprechen.

Termin: Montag, 26.10.2015, 17:00 Uhr
Ort:  Hörsaal 1 des Gebäudes FZH, Campus Freudenberg, Rainer-Gruenter-Straße

Da die Sitzung in diesem Falle öffentlich ist, sind alle interessierten Besucher herzlich Willkommen, sich die Argumente der WSW und des Vereins anzuhören und diese kritisch zu hinterfragen.

CDU_Seilbahn_Flyer

Zweites Umfrageergebnis aus der Wuppertaler Rundschau

Nach der letzten Umfrage im September 2015 hat die Wuppertaler Rundschau eine weitere Online-Umfrage zum Thema Seilbahn in Wuppertal gestartet.

Glauben Sie, dass es in ein paar Jahren wirklich eine Seilbahn in Wuppertal geben wird?

Umfrageergebnis aus der Wuppertaler Rundschau vom 14. Oktober 2015
Umfrageergebnis aus der Wuppertaler Rundschau vom 14. Oktober 2015

Bei 610 Stimmen ist das Ergebnis eindeutig. Über drei Viertel der befragten sind der Ansicht, dass es unrealistisch ist, eine Seilbahn in Wuppertal zu bauen.

Seilbahnlärm ist ein Problem

Wie schon in anderen Beiträgen unseres Blogs berichtet, gibt es in mehreren deutschen Städten die Idee, eine Seilbahn zu bauen. Unsere Recherchen haben gezeigt, dass es neben den bereits genannten Städten auch in Stuttgart  Überlegungen für eine neue Seilbahntrasse gibt. Hier soll der Ort Rotenberg mit der Innenstadt verbunden werden. Bemerkenswert ist aus unserer Sicht folgendes Zitat aus einem Artikel der Stuttgarter Zeitung vom 29.07.2015:

Führt die Bahn durch Weinberge, fallen laut Klausegger zwei weitere Probleme weg: Der Lärm der Anlage störe nicht, weil unter den Masten keine Wohnhäuser stünden. „Und die Anwohner behalten ihre Privatsphäre, wenn die Strecke nicht über deren Gärten hinweg führt.“

Raimund Klausegger ist Designer von Verkehrsmitteln der Zukunft bei der Firma Spirit Design in Österreich.

Interessant: Sobald eine Seilbahn nicht über Wohnhäuser führt, wird offen von einem Lärmproblem gesprochen. In Wuppertal dagegen wurde von Anfang an versucht zu vermitteln, dass Seilbahnen lautlos oder Seilbahnlärm zu vernachlässigen wäre.

Details zur Trassenbegehung für Wuppertaler und Medien

Seilbahn_Wuppertal_Trassenbegehung_OB_Mucke

Kommenden Samstag findet wie auf unserer Webseite und in der Wuppertaler Rundschau angekündigt, eine Trassenbegehung zusammen mit dem BUND, der Presse und allen interessierten Wuppertalern statt. Wir wollen Bürgerinnen und Bürgern als auch die lokalen Medienhäuser, auf die schwerwiegenden Auswirkungen auf Umwelt, Anwohner, Nahverkehr, Stadtbild und Finanzsituation aufmerksam machen. Die Führung beginnt um 15:00 Uhr am Küllenhahn (Schulzentrum Süd) und führt hinunter bis in die Elberfelder Südstadt. Für die spannende dreistündige Wanderung ist jeder Teilnehmer ohne Anmeldung herzliche Willkommen, wir bitten nur um angepasste Kleidung und geeignetes Schuhwerk.

Folgend finden sie in Kurzform die Route, die sie bei Teilnahme an der Wanderung erwartet:

  • 15.00 Uhr Treffen am Busbahnhof Küllenhahner Str.
  • Lavaterweg
  • Fußweg zum Kiga Carl-Schurz-Str.
  • Fußweg zur Stütze 5, Quellgebiet (sehr schwieriges Gelände!)
  • Gang zum Naturdenkmal Hainbuche „Am Cleefkothen“ (an der wahrscheinlichen Baustraße)
  • Eingang am Tor zum ldw. Grundstück Cronenberger Str. 214b (Biotop am Oberlauf des Hatzenbecker Bachs)
  • Überquerung des Hofs (kein hohes Gras, es ist gemulcht), Ausgang zur Cronenberger Str. 214
  • Eingang zur Gartensiedlung Edelweiß, Gang zur Stütze 4 (Biotop)
  • Fußweg über die Cronenberger Str. zur Cläre-Bläser-Str., Stütze 3 im Waldgebiet
  • Fußweg zur Max-Horkheimer-Str., Mittelstation
  • Treppe zum Uni-Gelände: Blick über die untere Südstadt von der Mensa-Terrasse
  • Treppe zum Oberen Grifflenberg
  • Oberer Grifflenberg, KiTa, Spielplatz
  • Brücke über die Südstr., Markgrafenstr., Holzer Str., Christuskirche und KiGa, GWG-MFH (Grünfläche Innenhof)
  • Am Kleeblatt, Fußweg zur Gambrinusstr., Kieselstr., KiTa Distelbeck (Stütze 1), Blick auf HBf (Talstation)

Sollten Sie selbst von den Seilbahnplänen betroffen sein und nicht mitwandern wollen oder können, können Sie sich gerne für kurze Interviews mit der Presse bzw. Gespräche mit den Wanderteilnehmern an den oben genannten Punkten bereithalten.

Wir freuen uns auf Ihre rege Teilnahme!

Trassenbegehung für Wuppertaler und Medien

Die Bürgerinitiative Seilbahnfreies Wuppertal e.V. plant zusammen mit der BUND Kreisgruppe Wuppertal für den 10.10.2015 eine weitere Trassenbegehung. Nach den Führungen mit den Oberbürgermeister-Kandidaten des vergangenen Wahlganges, wollen wir nun mit diesem starken Partner Bürgerinnen und Bürger als auch die lokalen Medienhäuser, auf die schwerwiegenden Auswirkungen auf Umwelt, Anwohner, Nahverkehr, Stadtbild und Finanzsituation aufmerksam machen. Die Führung beginnt um 15:00 Uhr am Küllenhahn (Schulzentrum Süd) und führt hinunter bis in die Elberfelder Südstadt. Für die dreistündige Wanderung bitten wir um angepasste Kleidung und geeignetes Schuhwerk.

Weitere Details werden wir zeitnah auf unserer Webseite und in unserem Newsletter veröffentlichen.

Umfrageergebnis zum Thema Seilbahn aus der Wuppertaler Rundschau

In der letzten Samstagsausgabe der Wuppertaler Rundschau (vom 29. August 2015) wurde eine Umfrage gestartet. Es wurde gefragt:

Der Widerstand gegen das Wuppertaler Seilbahn-Projekt wächst. Sind die Kritikpunkte der Anwohner und der Bürgerinitiative berechtigt?

Ergebnis der Umfrage aus der Wuppertaler Rundschau vom 02. September
Ergebnis der Umfrage aus der Wuppertaler Rundschau vom 05. September

Das Ergebnis der Umfrage wurde Online am 1. September und in der Samstagsausgabe der Rundschau vom 5. September veröffentlicht:

Insgesamt wurden 905 Stimmen abgegeben. Es gab 751 Ja-Stimmen. Das entspricht einer Quote von 83 %. Auch wenn die Umfrage keine repräsentative Abstimmung ist, zeigt sie doch deutlich, dass das Seilbahn-Projekt auch Nachteile für Wuppertaler unter der Trasse, in der Elberfelder Südstadt und der ganzen Stadt hat. Und diese Nachteile werden auch bei den Menschen in Wuppertal wahrgenommen.

OB Jung: „Ich glaube, das wird irgendwann keiner mehr wahrnehmen.“

Herr Jung hat der Cronenberger Woche vom 28./29.08.2015 ein bemerkenswertes Interview gegeben, in dem er sich auch zu dem Seilbahnprojekt nochmals positioniert hat:

Ich sehe die Seilbahn als eine große Chance. Ich glaube, wir diskutieren in diesem frühen Stadium schon viel zu sehr um Einzelfragen. Viele große Fragen sind noch zu lösen, bevor man in ein Planfeststellungsverfahren einsteigen kann. Die Finanzierung ist ohne die entsprechenden öffentlichen Zuschüsse überhaupt nicht denkbar. Deshalb müssen wir zunächst darum kämpfen, dass der VRR die Finanzierung zum großen Teil übernimmt. Ich habe großes Verständnis für diejenigen, die davon direkt betroffen sind. Ich glaube aber, dass sich die Proteste derjenigen relativieren, die nur kritisieren, dass über ihr Haus geschwebt wird. Ich glaube, das wird irgendwann keiner mehr wahrnehmen. Ich denke, wenn wir nicht in Wuppertal eine solche Chance nutzen, da wir hier einmal so etwas Bahnbrechendes gebaut haben wie die Schwebebahn, wo sollte das dann entstehen. Wer die Busse sieht, die sich morgens durch die Südstadt quälen, der muss doch sagen: Es ist aller Mühen wert, das Seilbahn-Projekt zu versuchen, die das alles viel erträglicher machen würde.

Meint Herr Jung allen Ernstes, dass Gondeln in der Größe von Kleinbussen, die alle 16 Sekunden in ca.  20 Metern über privaten Grundstücken fliegen, irgendwann nicht mehr wahrgenommen werden ?

Wann werden die „vielen großen Fragen“ geklärt ? Müsste das nicht vor einem Ratsbeschluss zu einem Planfeststellungsverfahren erfolgen ?

Am gleichem Wochenende (!) hat sich Herr Jung für den Erhalt „hochattraktiver Wohngebiete“ am Lichtscheid ausgesprochen.

Wer wie OB Jung die Ziele und Argumente der BI „Keine Forensik auf Lichtscheid“ unterstützt, kann nicht gleichzeitig die Kritik von Anwohnern der Südstadt kleinreden ! 

Das komplette Interview kann hier nachgelesen werden. Die Gesamtausgabe der Cronenberger Woche vom 28./29.08.2015 kann unter diesem Link aufgerufen werden.

Probleme bei innerstädtischen Seilbahnprojekten

Es gab bereits durchaus Ideen oder Planungen, in Deutschland Seilbahnen innnerhalb von Städten zu bauen. Beispiele sind Hamburg, Aachen oder Trier. Jedoch wurde bis jetzt noch keine Seilbahn über bebautem Gebiet realisiert. Woran liegt das? In einem Artikel im Tagesspielgel vom 01. Februar 2015 werden die Nachteile von Seilbahnen im urbanen Raum mit klaren Worten geschildert.

Bleiben zwei Probleme. Ob Seilbahnen und vor allem deren Masten eine Stadt hässlicher machen, darüber lässt sich noch streiten. Fest aber steht: Wer nicht möchte, dass über seinem Haus Gondeln schweben, kann sich rechtlich wehren. „Die Planer müssen sich eben auf den öffentlichen Raum konzentrieren“, sagt Monheim, „am besten, die Bahnen verlaufen parallel zu großen Straßen.

Zitiert wird hier Heiner Monheim (Professor für Raumentwicklung an der Universität in Trier)

Aktuell steht Wuppertal mit der Idee, eine urbane Seilbahn zu bauen, nicht alleine. Ein weiteres Beispiel ist Bochum. Hier gibt es die Idee eines ganzen Seilbahnnetzes. Bei der Trassenführung der möglichen ersten Seilbahn zwischen der Innenstadt und dem Einkaufszentrum Ruhr-Park hat man offensichtlich, nicht wie in Wuppertal, die von Herrn Monheim genannten Probleme berücksichtigt. Es wäre eine Trassenführung möglich, die nicht über bebautes Gebiet, sondern an Wohngebieten vorbei führen würde. Darüber hinaus hätte die Bahn zwei Zwischenstationen, mit denen eine Anbindung von Wohngebieten an die Seilbahn gegeben wäre.